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Omega-3-Fettsäuren – Fisch, Krill oder Alge?

Mehr als 25.000 veröffentlichte Arbeiten zeigen, wie wichtig Omega-3-Fettsäuren für Herz, Gefäße und Kreislauf, Gehirn, Augen, Stimmung, Immunsystem, ja im Prinzip für jede einzelne Zelle sind. Denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren stellen einen lebenswichtigen Baustoff für deren Zellmembrane dar, sind flexibel und entzündungshemmend und haben auch noch weitere, wichtige Aufgaben, die unsere Gesundheit beeinflussen.

Warum viele einen Mangel haben

Aufgrund unserer Ernährungsgewohnheiten und dem seltenen Vorkommen in unserer Nahrung, mangelt es vielen an ausreichend Omega-3-Fettsäuren und das wichtige Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 in der Ernährung passt ebenfalls bei den wenigsten. Durch viele Omega-6-Fettsäuren in Sonnenblumen-, Maiskeim-, Distel- oder Sojaöl bei gleichzeitig wenig vom Gegenspieler Omega-3 werden etwa Entzündungen eher begünstigt. Hochqualitativer Lachs oder Thunfisch würde Omega-3-Fettsäuren enthalten, ist aber schwer zu bekommen. Umweltgifte, Antibiotika und schreckliche Zustände in vielen Aquafarmen machen eine gute Omega-3-Versorgung leider immer schwieriger. Darum greifen heute viele zu Fischöl oder Krillöl als Nahrungsergänzung.

Leinöl bringt weniger Ausbeute

Pflanzliche Omega-3-Spender wie Leinöl gelten zwar als gesund, bestehen jedoch nicht aus EPA und DHA, sondern aus ALA (Alpha-Linolensäure), die im Körper erst in die wirkungsvolleren EPA und DHA umgewandelt werden muss. Das gelingt jedoch nur in spärlichen Mengen. Bei etwa 5 Prozent Umwandlungsrate in EPA und sogar nur 0,3 bis 0,4 Prozent in DHA ist die Ausbeute nicht allzu hoch. Das machte es Vegetariern und Veganern bisher schwer, an größere Mengen EPA und DHA zu kommen.

Krillöl war uns bisher am Liebsten

Wenn wir uns zwischen Fischöl und Krillöl entscheiden müssten, würden wir aufgrund unserer langjährigen positiven Erfahrungen das Krillöl wählen. Auch weil es aufgrund seines Gehalts an Phospholipiden noch hochwertiger und leichter verdaulich ist und das beliebte Antioxidans Astaxanthin ebenfalls noch mitenthalten ist.

Wie sieht es nun aber mit den Mikroalgenöl aus?

Das Spannende an der rein veganen Mikroalge Schizochytrium sp. ist ihr hoher Gehalt an EPA und DHA (Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure), womit sie aus Sicht der Omega-3-Fettsäuren genauso wirkungsvoll ist wie Fischöl oder Krillöl. Krillöl hat aber nach wie vor den Vorteil seiner Phospholipide und seines Astaxanthins und – je nach Präparat – auch noch weiteren Stoffen wie Vitamin D3 und K2.

Für Vegetarier, Veganer und Umweltbewusste wird Mikroalgenöl der Schizochytrium sp. allerdings immer mehr an Bedeutung gewinnen. Einerseits wegen seiner veganen EPA und DHA und andererseits, da sie als besonders nachhaltig gilt. Sie lässt sich in geschlossenen Rohrsystemen an Land kultivieren – ohne Umweltbedenken und ohne Beeinträchtigung durch Umweltgifte. Die Alge ist ein einzelliger Eukaryote mit einem Zellkern – und daher auch Omega-3-reichen Doppelhüllen drumherum – und kommt in küstennahen marinen Lebensräumen vor, wo sie Fischen als Nahrungsquelle und als Ursprung für deren Omega-3-Fettsäuren dient. Ihr Jodgehalt ist übrigens sehr gering und liegt unter der Deklarationspflicht. Es gibt ebenso Mikroalgenöle, die nur DHA enthalten, weshalb man genau schauen muss, wofür man sich entscheidet.

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