Longevity Forschung – Warum chinesische Kaiser auf Vitalpilze schworen

Langlebigkeit – auf Englisch „longevity“ – ist der Trend und das wissenschaftliche Feld, das sich mit der Verlängerung des menschlichen Lebens beschäftigt. Der Fokus liegt dabei auf der Lebensdauer, also der „Kunst, alt zu werden“ und darauf, wie das zu ermöglichen ist.

Gesund alt werden!

Der zweite und vielleicht noch wichtigere Fokus liegt aber vor allem auf der Erhaltung von Gesundheit, Vitalität und Lebensqualität bis ins hohe Alter. Erreicht werden soll das durch entsprechende Forschung zu lebensverlängernden Substanzen, unter Einbeziehung von Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und modernen Technologien. Alles folgt dem Ziel, alterungsbedingte Krankheiten zu verzögern oder noch besser ganz zu vermeiden und ein erfülltes Leben zu ermöglichen.

Ziel der chinesischen Kaiser: Langlebigkeit!

Das Streben nach einem langen Leben ist nichts Neues. Zur Perfektion haben das einige chinesische Kaiser gebracht, die darin ein zentrales Lebensziel sahen und sogar Unsterblichkeit anpeilten. Dieser Wunsch war tief in der chinesischen Kultur und in der taoistischen Lehre verwurzelt. Auch damals war man intensiv auf der Suche nach Natursubstanzen, die ein langes, gesundes Leben ermöglichten. Neben einigen Fehlschlägen, die Kaisern sogar das Leben kosteten, kristallisierten sich mit der Zeit die wirksamsten Natursubstanzen heraus. Deshalb haben Ginseng, Goji Beere, Ginkgo, Astragalus und Jiaogulan so eine lange Tradition als Lebenserhalter. Aber vor ihnen standen noch die Vitalpilze

Symbol der Unsterblichkeit

Die Kaiser sahen in Pilzen ein Symbol für Unsterblichkeit und Macht. Auf ihrer Suche nach Substanzen, die ihre Herrschaft verlängern könnten, betrachteten sie Pilze als göttliches Stärkungsmittel, das Alter und Krankheit entgegenwirken sollte. Der wichtigste Vertreter, der Reishi, galt sogar als „Kaiser aller Heilkräuter“ noch vor dem Ginseng. Der legendäre Gelbe Kaiser Xuanyuan Huangdi, der als Ahnherr des chinesischen Volkes gilt, soll die Gesundheitsvorteile des Reishi entdeckt haben. Seither galt der Reishi als „der Pilz der Unsterblichkeit“. Pilze wurden allgemein als „Pflanzen der Götter“ bezeichnet und sollten sogar den Zugang zu einer höheren geistigen Ebene erleichtern.

Unerschwingliche Preise

Pilze konnten damals allerdings im Unterschied zu heute noch nicht kultiviert werden und so galten speziell der Reishi, der Maitake, der Shiitake und der Cordyceps als nahezu unerschwinglich. Es wurden eigens Expeditionen zu ihrer Suche ausgeschickt und die „Beute“ wurde in Gold und Silber aufgewogen. Der wertvolle Reishi war überhaupt ausschließlich dem Kaiserhaus vorbehalten. Seine Seltenheit in der freien Natur machte ihn zu einem kostbaren Statussymbol.

Longevity-Forschung bestätigt

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Longevity-Forschung auf die Vitalpilze stieß. Ihr gelang es, einige Wirkstoffe in Pilzen auszumachen, die nachweislich Bedeutung für die Langlebigkeit haben. Ganz vorne mit dabei: Ergothionein, Spermidin sowie spezielle Pilz-Polysaccharide. Ergothionein etwa ist eine Aminosäure, die ausschließlich von Pilzen produziert wird und in letzter Zeit als starkes Antioxidans und entzündungshemmendes Mittel viel Aufmerksamkeit erregt hat. Ergothionein wird als potenzielles „Langlebigkeitsvitamin“ und „Nährstoff-Kraftpaket“ bezeichnet. Sein wichtigster Beitrag: Ergothionein fördert die Autophagie. Wir kennen den Begriff vom Intervallfasten, das ebenfalls Autophagie anregt, den zellulären „Recycling-Prozess“, bei dem der Körper beschädigte Zellbestandteile abbaut und verwertet.
Ergothionein verbessert die Autophagie, indem das Protein ATG5 (Autophagy-related protein 5) erhöht wird. Das ist für uns so gut wie für die Pilze, die das Protein ebenfalls zum Recycling von beschädigten Zellbestandteilen nutzen und somit für ihre Homöostase und ihr Überleben.

Auch darüber hinaus haben Vitalpilze noch einiges zu bieten, das in der Longevity-Forschung gepriesen wird: Die Fähigkeit, die Energieproduktion in den Zellen zu unterstützen, Stress und Oxidativen Stress zu reduzieren. Das beherrschen Vitalpilze in Perfektion und man kann gespannt sein, was noch an Forschungsergebnissen in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird!

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