Der Kampf ums beste Magnesium
Im August erschien in einer großen deutschen Tageszeitung ein Artikel, der Magnesium wieder groß thematisierte. Einer dieser beliebten, vermeintlich objektiven „Vergleichstests“, wo man schon hundert Meter gegen den Wind riecht, worum es eigentlich geht: Um Werbung. Unlautere noch dazu, denn Magnesiumoxid schnitt sehr schlecht ab, schlechter als Magnesiumcitrat, was so nicht über Studien belegbar ist.
Natürlich wurden wir jetzt gefragt, warum wir in unserem Magnesiumkomplex 5 in 1 auch Magnesiumoxid verwenden, noch dazu an erster Stelle in der Zutatenliste, woraus man mengenmäßig auf das am meisten Enthaltene schließt.
Vier organische und eine anorganische Verbindung
Wir finden auch, dass organische Magnesiumverbindungen erstrebenswerter sind, darum macht das anorganische Magnesiumoxid in unserer Rezeptur nur ein Fünftel des Inhalts aus. Die anderen vier Magnesiumverbindungen sind organisch. Es ist von jeder Verbindung gleich viel enthalten. Wir hatten Magnesiumoxid aber an die erste Stelle geschrieben in der Zutatenliste – auch wenn es gleich viel wie die anderen enthalten ist, muss man mit einem ja anfangen. Wir ahnten nicht, dass Magnesiumoxid in die Kritik geraten würde.
Magnesiumoxid enthält sehr viel reines Magnesium
Die meisten verwenden es in ihren Rezepturen und in viel größeren Mengen. Es ist billig, ok, das ist vielleicht verdächtig, aber nicht unbedingt. In Wahrheit ist es nicht gut verzichtbar, denn es besteht zu 60 Prozent aus reinem Magnesium, während die organischen Magnesiumverbindungen nur zwischen 6 und 15 Prozent Magnesium enthalten. Damit allein kann man gar keine vernünftige Magnesiumversorgung in Kapselform anbieten, denn das würde die benötigte Kapselmenge um das mindestens Vier- bis Fünffache erhöhen und wer würde so viele Kapseln schlucken wollen?
Es gibt bereits ein Gerichtsurteil wegen unlauterem Wettbewerb
Der noch wichtigere Grund dafür, warum ein Fünftel der verwendeten Verbindungen bei uns nach wie vor das Magnesiumoxid ausmacht, liegt aber daran, dass die Behauptung, es sei schlechter als das organische Magnesiumcitrat, einfach falsch ist. Es gab bereits 2011 ein Gerichtsurteil gegen eine Firma, die den Schluss zog, dass Magnesiumoxid wegen seiner schlechteren Wasserlöslichkeit schlechter sei als Magnesiumcitrat. Jetzt wird das wieder aufgewärmt, ist aber nach wie vor nicht bewiesen. Sogar ganz im Gegenteil!
Wir brauchen schnell verfügbares und lang verfügbares Magnesium in den Zellen
Das Hauptargument, dass Magnesiumoxid aufgrund von schlechter Wasserlöslichkeit abzulehnen sei, hält in Studien nicht. Da wurde schon im Marketing der damals verantwortlichen Firma von vornherein von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Auch wenn die Löslichkeit von Magnesiumoxid in Wasser unter Normalbedingungen (beim pH-Wert 7,0 und 20 °C) limitiert ist, sieht das im alkalischen Milieu des Dünndarms anders aus. Da wird es zwar langsam, aber stetig und über einen langen Zeitraum gleichmäßig über die gesamte Oberfläche des Dünndarms aufgenommen und geht nachweislich in die Zelle. Wenn das Darmepithel die zuerst in Lösung gegangenen Magnesiumionen aufgenommen hat, werden die nächsten freigesetzt, über Stunden bis Tage. Magnesiumoxid hat also eine Retard-Wirkung inklusive einer nachgewiesenen intrazellulären Speicherbarkeit, ideal zum Depotaufbau.
Schnellere Aufnahme ist offenbar nicht immer besser
Die Studie von Shechter et al. (2012) * liefert die Erklärung, warum Magnesiumoxid wichtig und nicht weniger empfehlenswert ist als Magnesiumcitrat. Die Vergleichsstudie zeigte: Die intrazelluläre Speicherung ist beim Magnesiumoxid signifikant höher als beim Magnesiumcitrat. Schnell verfügbares Magnesium ist hingegen auch schnell wieder ausscheidbar, wenn zu viel auf einmal im Blut ist, während langsam Verfügbares lange wirken kann.
Neues deutlicheres Etikett für unser Magnesium 5 in 1
Man wird die Mengenangaben zu den einzelnen Magnesiumverbindungen auf dem neuen Etikett sehen können. Wir arbeiten mit unserem Magnesium 5 in 1 Komplex, der noch dazu hervorragend verträglich ist, ungefähr zur Hälfte mit sofort verfügbarem Magnesium organischen Ursprungs – etwa bei akut erhöhtem Bedarf aufgrund von Stress – und zur Hälfte mit dem Magnesium anorganischen Ursprungs für den Depotaufbau, womit der Körper nach und nach auch jene Bereiche abdeckt, die er nicht primär für überlebensnotwenig hält.
Kein Durchfall, selbst bei hohen Dosierungen
Wir brauchen dafür nicht einmal den gesamten Tagesbedarf Magnesium zu verabreichen, es funktioniert selbst bei nur zwei Kapseln (bieten 200 mg reines Magnesium) bereits bestens. Man könnte aber auch noch bei sehr hohem Bedarf den gesamten Magnesium-Tagesbedarf – Frauen 300 mg, Männer 350 mg, EU-Referenzwert 375 mg – mit drei Kapseln decken, ohne dass man bereits Durchfall bekommt. Eine so hohe Aufnahme ist empfohlen, wenn Osteoporose-Präparate (oral oder intravenös) oder Vitamin D-Hochdosen verabreicht werden, da hier Magnesium zusätzlich extrem wichtig ist.
* Shechter M, Saad T, Shechter A, Koren-Morag N, Silver BB, Matetzky S. Comparison of magnesium status using X-ray dispersion analysis following magnesium oxide and magnesium citrate treatment of healthy subjects. Magnes Res 2012; 25:28–39