Aktiviertes Vitamin B12, Histaminintoleranz und Vitamindefizite durch Medikamente
Den Vitamin B-Komplex benötigt fast jeder, so umfassend wichtig sind seine Wirkungen. Der Bedarf ist aus vielerlei Gründen oft erhöht – durch Stress, unzureichende Ernährung, Darmproblematik, Genetik, Medikamente und besonders bei einer Histaminintoleranz. Im Vitamin B-Komplex aus Quinoa ist aktiviertes Vitamin B12 enthalten, das direkter und schneller wirkt.
Der Vitamin B-Komplex aus Quinoa enthält aktives Vitamin B12!
Für seine Herstellung (PANMOL®) wird Bio Quinoa in einer Nährstoff-Lösung eingeweicht. Diese Lösung enthielt seit jeher Cyanocobalamin als Vitamin B12 Quelle. Im Zuge der Keimung wurde dieses Cyanocobalamin dann zum Teil in andere, „aktivierte“ und daher biologisch aktive Formen wie Methylcobalamin und Adenosylcobalamin umgewandelt. Nichtsdestotrotz wurde auf dem Etikett bisher die Ausgangssubstanz Cyanocobalamin angeführt. Dies führt verständlicherweise zu Verwirrung, ist doch gleichzeitig von pflanzlichem Rohstoff und synthetischem Cobalamin die Rede. Seit einem halben Jahr ist nun aber die Nährlösung selbst auf das biologisch aktive („aktivierte Vitamin B12“) Methylcobalamin umgestellt.
Die vielen Vorteile von Vitamin B12
Der Hauptvorteil von Methylcobalamin gegenüber der synthetischen Form Cyanocobalamin liegt darin, dass es sich um eine natürliche, bioaktive Form von Vitamin B12 handelt, die nicht erst in der Leber umgewandelt werden muss. Dadurch steht sie dem Stoffwechsel schneller zur Verfügung. Wie alle B12-Formen unterstützt Methylcobalamin folgendes, nur eben schneller:
- Histaminabbau: Aktiviertes Vitamin B12 kann den Histaminabbau unterstützen, da es eine wichtige Rolle im Methylierungszyklus spielt und somit den intrazellulären Abbau über das Enzym HNMT beeinflusst. Allerdings ist Vitamin B12 nicht der primäre Beschleuniger: Für den direkten Histaminabbau im Darm ist vor allem das Enzym DAO (Diaminoxidase) zuständig, das die Cofaktoren Vitamin B6, Vitamin C und Kupfer unbedingt benötigt.
- Energiestoffwechsel: Es lindert chronische Müdigkeit, mentale Erschöpfung, „Gehirnnebel“.
- Bildung roter Blutkörperchen: Es kann bei Anämie von großer Bedeutung sein. Holo-Transcobalamin (Holo-TC) ist die biologisch aktive Form von Vitamin B12 im Blut. Nur in dieser Bindung kann das Vitamin tatsächlich von den Zellen aufgenommen werden. Indem man diesen Wert misst, erkennt man Vitamin B12-Mangel frühzeitig.
- Nervensystem: Die Aufnahme ins Nervensystem ist exzellent, es schützt das Nervensystem, indem es die Bildung und Regeneration von Myelinscheiden steuert. Ist die Myelinscheide beschädigt, liegen die Nerven sprichwörtlich „blank“, die Stressresistenz ist verringert, es kommt zu Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen. Es wirkt schnell und direkt im Nervengewebe, kann bei Nervenschmerzen und peripherer Neuropathie fehlen, mit Missempfindungen wie Kribbeln, Stechen oder taubem Gefühl in Händen, Armen, Beinen und Füßen (Parästhesien), Gangunsicherheit, Stolpern, Koordinationsstörungen (Ataxie) und erhöhtem Sturzrisiko, Muskelschwäche und abgeschwächten oder fehlenden Reflexen.
- Mentale Gesundheit: Es unterstützt die Psyche durch Bildung von SAMe (S-Adenosylmethionin). SAMe ist der entscheidende Motor für die Produktion von Serotonin (Stimmung), Dopamin (Antrieb und Motivation) und Melatonin (Schlaf). Ein Mangel an aktivem B12 erschwert diese Produktion und das kann zu depressiven Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Ängsten und Schlafproblemen führen. Anders als die synthetische Vitamin B12-Form Cyanocobalamin enthält es keine Spuren von Cyanid. Das macht es besonders sicher für Raucher oder Menschen mit Entgiftungsstörungen.
- Gefäßgesundheit: Es senkt Homocystein, ein körpereigenes neurotoxisches Abbauprodukt, das in hoher Konzentration wie Gift auf Nervenzellen im Gehirn und auf Blutgefäße generell wirkt. Aktives Vitamin B12 wandelt Homocystein (zusammen mit Vitamin B6 und Folsäure) in die nützliche Aminosäure Methionin um. Ein niedriger Homocysteinspiegel schützt Gefäße und die Gehirnstruktur, senkt das Risiko für kognitiven Verfall, Stimmungsschwankungen und Gefäßerkrankungen.
Kein "Flush" beim Niacin im Vitamin B-Komplex aus Quinoa
Normalerweise ist bei Histaminintoleranz die Einnahme von Vitamin-B-Komplex ein heikles Thema, da speziell Niacin einen „Flush“ auslösen kann. Das zeigt sich bei empfindlichen Personen an einer Hautrötung im Gesicht, an Nacken und Armen sowie an sonstigen Körperarealen, inklusive Juckreiz, Hitzegefühl oder Nesselausschlag.
Beim PANMOL® Vitamin B-Komplex aus Quinoa wird Nicotinamid in der Ausgangs-Vitaminlösung eingesetzt. Von dieser Verbindung ist kein Flush zu erwarten – sie ist sozusagen flushfrei, auch wenn sie während des Keimvorganges zu einem minimalen Teil in Nicotinsäure umgewandelt wird (etwa 3-4 mg pro Gramm). Nicotinsäure löst erst ab Dosen von ca. 30 bis 50 mg, bei vielen sogar erst bei 100 mg, eine Flush-Symptomatik aus.
Bei welchen Medikamenten braucht man extra B-Vitamine?
Als „Mikronährstoffräuber“ sind Medikamente bekannt, die die Aufnahme von B-Vitaminen im Darm blockieren, deren Ausscheidung über die Nieren beschleunigen oder den körpereigenen Stoffwechsel stören. Wer dauerhaft diese Medikamente nimmt, sollte seine B-Vitamine im Auge haben bzw. zusätzlich einnehmen.
Aber Achtung: Wer etwa einen zu hohen Vitamin B12-Spiegel hat, könnte eine eingeschränkte Nierenfunktion haben.
Die wichtigsten Medikamentengruppen und die betroffenen B-Vitamine im Überblick:
Diabetesmittel
- Torasemid, Furosemid, Hydrochlorothiazid (HCT) und weitere Diuretika
- Möglicher Mangel: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B6
- B-Vitamine sind wasserlöslich und werden mit dem vermehrten Urin aus dem Körper geschwemmt.
Magensäureblocker
- Omeprazol, Pantoprazol, Ranitidin und weitere
- Vitamin B12-Aufnahme wird beeinträchtigt
- Damit der Körper Vitamin B12 aus der Nahrung lösen kann, wird Magensäure benötigt. Fehlt diese durch den Blocker, wird das Vitamin ungenutzt ausgeschieden.
- Wer Metformin und einen Säureblocker einnimmt, trägt ein doppelt so hohes Risiko für einen schweren Vitamin-B12-Mangel.
Hormonmittel
- Antibabypille, weitere Hormonpräparate
- Möglicher Mangel: Vitamin B2, Vitamin B6, Folsäure (B9), Vitamin B12
- Durch östrogenhaltige Präparate werden der Leberstoffwechsel und die Enzymaktivität verändert, Transportenzyme für Folsäure im Verdauungstrakt werden blockiert und für Vitamin B12 erhöht, wodurch zwar genug B12 im Blut messbar ist, im Gewebe und in den Zellen aber nicht ausreichend ankommt.
Entwässerungsmittel
- Antibabypille, weitere Hormonpräparate
- Möglicher Mangel: Vitamin B2, Vitamin B6, Folsäure (B9), Vitamin B12
- Durch östrogenhaltige Präparate werden der Leberstoffwechsel und die Enzymaktivität verändert, Transportenzyme für Folsäure im Verdauungstrakt werden blockiert und für Vitamin B12 erhöht, wodurch zwar genug B12 im Blut messbar ist, im Gewebe und in den Zellen aber nicht ausreichend ankommt.
Bluthochdruckmittel
- ACE-Hemmer, Betablocker
- Möglicher Mangel: Die zelluläre Verwertung und die Transportwege der Vitamine im Körper können beeinträchtigt werden.
Cholesterinsenker
- Simvastatin, Atorvastatin, Colestyramin und weitere
- Möglicher Mangel: Niacin (B3), Vitamin Folsäure (B9), Vitamin B12
- Colestyramin bindet Vitamine im Darm (inklusive Biotin, B7) und kann die Aufnahme hemmen. Auch Vitamin A, D, E und K sind betroffen.
- Statine zeigen indirekte Wechselwirkungen, potenzielle Langzeiteffekte und funktionelle Überschneidungen zu diesen B-Vitaminen.
Antiepileptika
- Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin und weitere
- Möglicher Mangel: Vitamin B1, Vitamin B6, Biotin (B7), Folsäure (B9), Vitamin B12
- Bestimmte Enzyme in der Leber werden aktiviert, die den Abbau dieser B-Vitamine massiv beschleunigen.
Antibiotika
- Möglicher Mangel: Alle B-Vitamine
- Indem die Darmflora gestört wird, verringert sich die (allerdings geringe) Eigenproduktion und die Aufnahme von B-Vitaminen im Magen-Darm-Trakt.
Tuberkulose-Medikamente
- Isoniazid und weitere
- Möglicher Mangel: Vitamin B6
- Isoniazid blockiert die Aktivierung von Vitamin B6 (sekundär auch von Niacin, B3).